Pflege

Für ältere und pflegebedürftige Menschen stehen im Pflegeheim 34 Zimmer als Wohnraum zur Verfügung. Ein Platz ist der Kurzzeitpflege (Urlaubs- und Übergangspflege) gewidmet und dient der Entlastung von pflegenden Angehörigen.

Die Pflege und Betreuung basiert auf hoher fachlicher Kompetenz, verbindlichen und persönlichen Beziehungen sowie regelmäßigem Kontakt und Austausch mit den Angehörigen.

Unsere Bewohnerschaft kann kreative Beschäftigungs- und Bewegungsangebote wahrnehmen und regelmäßig an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Ein eigener Besuchsdienst entspricht den Bedürfnissen der Anwohner nach sozialen Kontakten mit Menschen, aus der Gemeinde. Die freundliche, offene und helle Architektur des Hauses fördert das Wohlbefinden und Kommunikation – bietet jedoch auch gleichzeitig Räume für Geborgenheit und Rückzug.

Die Bedürfnisse und Wünsche unserer Bewohnerschaft liegen uns sehr am Herzen und sollten in der täglichen Arbeit bestmöglich berücksichtigt werden. Um dies in Zukunft noch besser bewerkstelligen zu können, wurde im Herbst 2012 ein spezielles Pflegemodell eingeführt.

Das Mäeutische Pflegemodell

Jeder der in der täglichen Betreuung arbeitet, sollte sich dessen bewusst sein, welche Bedeutung seine individuellen Wahrnehmungen oder Erfahrungen mit einem Bewohner für das ganze Team haben. Dies gilt nicht nur für die Pflegekräfte, sondern auch für die Reinigungskräfte, die Präsenzkräfte und die Küchenmitarbeiter. Darum sind die Reflexionen der einzelnen Mitarbeiter und die Kommunikation innerhalb eines Teams so überaus wichtig.

Im Mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodell wird Fachkompetenz definiert als „das Vermögen, authentisch und kreativ zu beobachten, zu reagieren, wenn nötig zu handeln und um dieses Verhalten anschließend in Worte zu fassen und begründen zu können.”

 

Herz geformt aus Händen

Der Mäeutische Pflegeprozess regt die Pflegekräfte dazu an, erlebensorientiert zu beobachten, Informationen aus der Lebensgeschichte zu filtern und sich all der Momente und Situationen bewusst zu werden, in denen es gelungen ist, eine positive Wechselwirkung mit einem Bewohner zustande zu bringen. Wenn dann das Team während einer Bewohnerbesprechung all diese Informationen zusammenträgt und sie systematisch betrachtet, erhalten die Teammitglieder einen viel besseren Einblick in die Bedürfnisse des Bewohners und wie man mit ihm umgehen könnte. Der Pflegeprozess richtet sich somit nicht so sehr an Problemen aus, sondern vielmehr an positiven Kontaktmomenten, an alltäglichen Bedürfnissen und an sinngebender Alltagsgestaltung.

Damit dieses Pflegemodell gut umgesetzt wird, werden alle Pflegenden fortlaufend geschult. Auch kommt ein Bezugsbetreuungssystem zur Anwendung. Jeder Bewohner und jede Bewohnerin bekommt eine Pflegeperson zugeteilt, welche sich um seine persönlichen Wünsche und Anliegen kümmert und die Kommunikation mit den Angehörigen fördert.